Architekten

Der SK Berlin war kein Werk eines einzelnen Architekten, sondern das Ergebnis einer kollektiven Planungskultur der DDR. Federführend war der VEB Berlin-Projekt, ein staatliches Projektierungsbüro, in dem Teams aus Architekt*innen und Ingenieur*innen zusammenarbeiteten. Es war dem Magistrat von Berlin im Stadtbauamt unterstellt. Teile dieses Betriebs gingen 1967 im VEB Wohnungsbaukombinat Berlin (WBK) auf.

Verantwortlich für das Vorhaben waren zwei Architekten:

Wolfgang Radke

Wolfgang Radke wurde am 3. März 1929 in Berlin geboren. Nach einer Maurerlehre wurde er 1951 Bauingenieur. Zunächst arbeitete er als Architekt, später als Kollektiv- und Abteilungsleiter und von 1969 bis 1984 als Projektierungsdirektor im Wohnungsbaukombinat Berlin.

Mit der Einführung industrieller Baumethoden entwickelte er vor allem Gebäude in Platten- und Skelettbauweise. Dafür wurden jeweils Prototypen geplant und errichtet. Neben dem Prototypen für den SK68 zählen dazu Hochhäuser in der Storkower Straße, auf der Fischerinsel, in der Liebknechtstraße und in der Spandauer Straße.

Bei der Planung und Projektierung des Baukomplexes in der Karl-Liebknecht-Straße/Spandauer Straße war er Generalprojektant. Dafür erhielt er 1969 den Nationalpreis der DDR.

Er war an den Planungen für die Rathauspassagen (1967–1972) am Roten Rathaus beteiligt. Zu den weiteren Architekten zählte u.a. Heinz Graffunder. Auch bei der Markthalle am Alexanderplatz war er 1968 bis 1973 als Generalprojektant tätig.

Gerhard Hölke

Über Gerhard Hölke ist weniger bekannt.

Er war für den Hochbau im Hans-Loch-Viertel (heute Sewanviertel) zuständig, das von 1961 bis 1966 in Berlin-Lichtenberg errichtet.

An der Markthalle am Alexanderplatz war er ebenfalls als Architekt beteiligt.