Die Quellen sind hier nicht ganz eindeutig: Entweder 1977 oder 1983 wurde dieser Standort eröffnet. Die Polytechnische Oberschule trug den Namen von Berta Lask, einer Dichterin, Theaterautorin und Journalistin. Vor dem Ersten Weltkrieg engagierte sie sich in der bürgerlichen Frauenbewegung, und sie radikalisierte sich durch die russische Oktoberrevolution 1917 und die Novemberrevolution 1918 in Berlin: ihr literarisches Talent verstand sie nun als ein revolutionäres Werkzeug, publizierte in kommunistischen Zeitungen und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Bundes Proletarisch-Revolutionärer Schriftsteller. In der DDR erhielt sie mehrere Auszeichnungen und starb 1967.
Nach 1990 schlug der Schulstandort eine ganz andere Ausrichtung ein, was schon im Namen deutlich wird: Es ist der einzige SK68-Standort mit Schulzoo, Vivarium, Bauerngarten und Wildbiotop. Bereits sieben Mal hat dieses Engagement die Auszeichnung „Umwelt- und Nachhaltigkeitsschule“ bekommen, das Wahlpflichtfach Biologische Vielfalt gehört zum schulischen Angebot.
Gleichzeitig sieht man dem Gebäude sein Alter an, aber zumindest einzelne Bereiche wurden angegangen: Von 2009 bis 2011 hat das Architekturbüro Jahn, Mack & Partner das Souterrain um- und ausgebaut, etwa mit einem 200m² großen Mensa-/ Mehrzweckbereich mit flexiblen Trennwänden und einer Bühne. 2013 haben Schüler*innen und Lehrer*innen den Garten gestaltet, der 2015 als schönster Schulgarten Deutschlands ausgezeichnet wurde.
